KI – ein Helfer oder ein Feind?

Künstliche Intelligenz, besser bekannt als KI, ist für viele Schüler auf der Welt schon Teil des Alltags. Sie gehen in die Schule, kriegen Hausaufgaben, gehen nach Hause und geben die Arbeit an KI weiter. Laut dem Artikel „‘Everyone kind of sounds the same: How AI is changing college classes” von CNN, geben Schüler an manchen U.S. Hochschulen ihre Schulmaterialen einfach an eine KI weiter, um dann mit dem, was diese rausspuckt, am Unterricht teilzunehmen. Dieser „KI-Trend“ vermindert die Fähigkeit, selbständig zu denken und besser in der Schule zu werden.

Eine Vodafone- Studie in Deutschland von Dezember 2024 zeigte, dass 27% der 14–20-jährigen Teilnehmer KI für vollständige Antworten von Hausaufgaben oder ganze Aufsätze benutzten. Diese Teilnehmer meinten, sie könnten damit Zeit sparen. Doch die meisten Schüler wissen nicht, dass KI langsam dem Gehirn und dessen Konnektivität schadet. Außerdem werden sie dabei immer fauler und geben immer mehr Arbeit an KI weiter.

Was ist kritisches Denken?

Dabei handelt es sich um die Fähigkeit, Informationen zu sammeln, zu analysieren und daraus Schlüsse zu ziehen. Außerdem heißt es, die eigene Arbeit kritisch zu sehen und zu bewerten und Lösungen zu Problemen zu finden.

Eine andere Studie der Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit 666 Teilnehmern führte zu dem Schluss, dass die 17–24-Jährigen, die KI nutzen, eine negative Auswirkung auf ihre Kreativität, Merk- und kritische Gedankenfähigkeiten erfahren. Teilnehmer wurden dabei in 3 Gruppen aufgeteilt und mussten Aufsätze schreiben: eine Gruppe nutzte zum Schreiben ChatGPT, die andere die Standard Google-Suchmaschine, und die letzte Gruppe konnte keine technischen Hilfsmittel benutzen. Die Studie kam zum Schluss, dass bei der, die ChatGPT benutzte, weniger in Erinnerung blieb als die anderen beiden Gruppen. Außerdem empfanden sie weniger Motivation und Zufriedenheit mit dem, was sie später bei einer Neuverfassung schrieben. In der gesamten Studie zeigte diese Gruppe auch viel weniger Gehirnaktivität als die anderen zwei. Die Teilnehmer der Gruppe begannen, stark auf KI zu setzen und benutzten immer weniger ihre eigenen Fähigkeiten.

Die dritte Studie vom Juli 2025 wurde von einer nicht näher genannten türkischen Schule durchgeführt und legte dar, dass KI fürs Lernen und für Hausaufgaben nicht vorteilhaft war. Die Teilnehmer (9.,10. und 11. Klässler) sollten für eine Mathearbeit üben, dabei wurden sie in drei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe benutzte ChatGPT, die andere Gruppe eine Schulversion von der KI und die letzte benutzte nur Mathebücher. Während die Teilnehmer, die ChatGPT nutzten, bessere Ergebnisse in der Lernphase erzielten als die jenigen, die nur Mathebücher nutzten, war die Künstliche Intelligenz Gruppe um 17% mit ihren Antworten bei der eigentlichen Arbeit hinterher. Dabei war die Gruppe, die eine Schulversion von ChatGPT hatte, beim Lernen sogar um 127% besser als die Mathebüchergruppe, aber bei der Arbeit hatten sie denselben Durchschnitt.

Aus den Studien lässt sich schlussfolgern, dass KI für junge Leute mit sich noch immer entwickelnden Gehirnen nicht gut ist, auch wenn die letzte Studie zeigte, dass das Benutzen von KI für bestimmte schulische Aktivitäten vorteilhaft sein kann. Die Verwendung von KI ist ein bisschen wie das Abschreiben von den Hausaufgaben der Klassenkameraden: Man hat es hinter sich, aber am Ende weiß man nicht, ob die Informationen richtig oder falsch sind und man hat nichts gelernt. KI schränkt die Gehirnentwicklung durch weniger Gehirnaktivität- und Konnektivität, verminderte Merkfähigkeit, geringere Zufriedenheit und fehlende Motivation ein. In der Schule lernen Schüler genau diese Fähigkeiten, doch KI nimmt sie durch die fehlende Arbeit weg. Auch wenn man KI meistens nicht verwenden sollte, kann man, wenn man es braucht, KI richtig anwenden, und wie das funktioniert, das erfahrt ihr im nächsten Artikel dieser Serie.

Quellen

Liora V
Liora V
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